Kapitäne gegen den Strom – Ein Abend mit der Schwentineflotte

Es gibt Konzerte, nach denen man einfach nach Hause geht. Und es gibt Abende, nach denen man noch eine Weile auf dem Steg stehenbleibt, aufs Wasser schaut und denkt: Das war etwas Besonderes. Der 6. Mai im Plüschowhafen war so ein Abend.
Wir durften auf Einladung des Schwentineflotte e.V. beim 28-jährigen Jubiläum der Gemeinschaft spielen. Und wer noch nie im Plüschowhafen war, dem sei gesagt: Kaum zu glauben, dass das Kiel ist.
Ein Hafen mit Geschichte – und Haltung
Die Schwentineflotte ist keine gewöhnliche Bootsgemeinschaft. Ihre Wurzeln reichen in die 1980er Jahre zurück, als die ersten Mitglieder aus der Kieler Hausbesetzerszene kamen. Menschen, die Haus und Hof hinter sich ließen.
Die Boote, für viele das einzige Hab und Gut, sind so unterschiedlich wie ihre Besitzer – und tragen die Spuren eines bewegten Lebens am Rumpf.
Ein Jubiläum mit Ernst im Hintergrund
28 Jahre – das klingt nach Feiern. Und das war es auch. Aber wer zwischen den Stegen die Gespräche verfolgte, spürte auch, was unter der Oberfläche schwang. Denn das Jubiläum fand in einer Zeit statt, in der die Zukunft des Platzes offener ist als je zuvor.
Danke, Schwentineflotte!
Danke für die Einladung, für die Gastfreundschaft, für die Stimmung an Bord und an den Stegen.
Wir drücken die Daumen, dass der Plüschowhafen bleibt, was er ist: ein Ort, an dem das Leben mehr gilt als Quadratmeterpreise und Rüstungspläne.
Und wenn ihr euren nächsten Geburtstag feiert – wir kommen wieder.







